Wie Sprache das Denken lenkt

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Da wir über Sprachen reden… Das Bild habe ich Heute in Supermarkt gemacht. Sieht mir nach Russisch aus. Kann das jemand bestätigen?

Nun zum eigentlichen Thema. Noch viel mehr als uns bewusst ist, bestimmt die Sprache unser Denken. Das ist nichts neues (vieleicht für manche schon…), aber Heute wurde es mit in der Sprachschule besonders deutlich. Mehmen wir mal folgenden Satz als Beispiel: “Er konnte die Wäsche nicht waschen, weil die Waschmaschiene kaputt war.” Dies lässt den Umkehrschluss zu, das “er die Wäsche waschen hätte können, wenn die Waschmaschiene nicht kaputt gewesen währe”. In Tagalog lässt die Sprache diesen Umkehrschluss nicht so ohne weiteres zu. Das eine hat nicht viel mit dem anderen zu tun.

Ok, im ersten Satz ist es nicht weiter gravierend. Nehmen wir einen weiteren Satz: “Er hat gelogen, weil er Angst hatte.” In diesem Satz hätte “er” auch lügen konnen, wenn der nicht Angst hätte. In Tagalog würde man diesen Satz aber volgerdermaßen sagen. “Er konnte lügen, weil er Angst hatte.” Das Wort “weil” ist hier wichtigt. Also “weil er Angst hatte” ist der Grund warum “er lügen konnte”. Als Deutscher habe ich sofort gedacht, dass es so keinen Sinn macht, weil es einem gramatisch irgendwie nahe gelegt wird, dass: “er ohne Angst nicht lügen kann” oder anders gesagt: “die Fähigkeit zu lügen kommt von der Angst”.

Was mir auf einmel ganz klar vor Augen stand und neu deutlich wurde ist, dass man nie Wörtlich übersetzen sollte. Oft ist eine sinngemäße Übersetzung die genauere (übrigens gilt es auch für die Bibel!).

Und dann schoss es wie ein Blitz durch meine Hirnwindungen… Wie ist es mit der “Vorherbestimmung zum Heil” (Prädestination)? Im Grunde ist es ja ganz klar (wenn keine Emotionen im Spiel währen): Wenn die Einen für den Himmel bestimmt sind und es nichts dazwischen gibt, sind die Anderen automatisch zur Hölle vorherbestimmt (doppelte Prädestination). Für das westliche Denken eigentlich eine klare Sache. Aber nun denkt mal zurück an den Satz mit dem Lügen. Es gibt Sprachen (und damit auch Kulturen) die diesen Umkehrschluss nicht so einfach zulassen. Sprache bestimmt also nicht nur unser Denken, sondern in ganz besonderer Weise auch unsere Theologie!

6 Kommentare bis jetzt

  1. 's michl 01-09-2007 9:01 pm

    erst0r

    nur so als anregung… die farbe vom imagelayer ist vor dem angenehmen blau recht knallig. ich würd sie anpassen, dann käme das angenehmer. nur als anregung, ich will hier nicht meckern… *mecker*

  2. .daniel 01-09-2007 9:40 pm

    hast recht. habe jetzt n bissl ugpasst. besser?

    ja, auch michl hat mal gute einfälle :-D

  3. Peter 03-09-2007 3:14 am

    rusisch ist es nicht kann nur grichisch sein

  4. .daniel 03-09-2007 12:11 pm

    wenn das russisch nicht ist, wird es wohl griechisch sein. jedenfalls sehen die buchstaben danach aus und auch in griechisch gelesen macht es sinn. griechisch hatte ich nur nicht auf meiner rechnung.

  5. Maricel Orlowski 04-09-2007 5:56 am

    Also ich denke, das tagalog ist der leichte sprache, vor allen auch mit schreiben….
    weil tagalog schreiben viel mit a und man kannt besser lesen…..,!

  6. Christian 05-09-2007 5:16 am

    Irgendwie schreibt keiner was über die eigentliche Sache. Auch ich nicht ;) Ne, quatsch. Finde ich nachdenkenswert.

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